Unsere Nachbarn: Österreicher planen gigantisches Skigebiet

Wie 20min.ch berichtet entsteht in Vorarlberg, knapp eine Autostunde von der Grenze entfernt, eines der grössten Skigebiete Europas mit über 400 Pistenkilometern. Bis 2020 soll es realisiert sein.

Verschiedene Skigebiete, unter anderem Samnaun GR, Ischgl und St. Anton im Vorarlberg sollen miteinander verbunden werden. Laut vol.at wächst damit die Pistenlänge auf 400 Kilometer an. So wird es zu einem der grössten Skigebiete Europas – und das direkt an der Grenze zur Ostschweiz.

Das Skigebiet Ski Zürs im Vorarlberg machte nun den ersten Schritt zur Realisation des Zusammenschlusses. Es erhielt grünes Licht für den Bau von vier Bahnen für 40 Millionen Euro. Und auch der Zusammenschluss der Tiroler Skigebiete Arlberg-Rendl mit jenen in Kappl ist nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung von den Behörden positiv bewertet worden.

Realistischer Baubeginn der Monster-Arena ist laut Walther Thöny von den Arlberger Bergbahnen 2019. Dies unter anderem deshalb, weil der Tiroler Landesumweltanwalt eine Beschwerde angekündigt hat.

Schweizer Konkurrenz sieht es gelassen

In den Ostschweizer Skigebieten sieht man der Entwicklung ennet der Grenze dennoch gelassen entgegen. «Wir haben viele Familien mit kleineren Kindern, die das Skifahren erlernen. Da reichen unsere 60 Pistenkilometer», sagt Urs Gantenbein, Geschäftsführer der Bergbahnen Wildhaus AG. Beim Flumserberg tönt es ähnlich: «Wir haben mehr Tagesgäste als Wochengäste. Das erweiterte Angebot in Vorarlberg ist eher was für die Wochengäste», sagt Bruno Good, Leiter Finanzen und Verwaltung der Bergbahnen Flumserberg.

Eine Ostschweizer Skiarena ist allerdings nicht in Sicht: Eine Verbindung zwischen den beiden Gebieten Flumserberg und Wildhaus ist laut rein topografisch nicht möglich:. «Eine Bahn über den Walensee zu bauen ist unmöglich und wäre auch zu kostspielig.»

Vorteil in den Kosten für die Übernachtungen

Auch Andreas Deuber, Professor für Tourismus an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur, sieht im österreichischen Grossprojekt keine direkte Konkurrenz für die kleinen und mittelgrossen Ostschweizer Skigebiete: «Der Zusammenschluss ist für die internationalen Wochengäste attraktiv», so Deuber. Deshalb werde Vorarlberg eher den grossen Stationen wie Davos oder Weisse Arena Kunden abjagen. Deuber: «Die Ostschweizer Skigebiete dagegen sind wegen der schnellen Erreichbarkeit und ihrer Familienfreundlichkeit für Tagesgäste aus der Schweiz attraktiv.»

Quelle: 20min.ch (mlü)

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