Informationsabend der Andermatt Swiss Alps

Das «The Club Hause» ist ab dem 19. Dezember offen und im nächsten Jahr sollen zwei weitere Apartmenthäuser gebaut werden. Samih Sawiris stellte sich den Fragen aus der Bevölkerung.

«Ich bin sehr froh, dass ich auch nach zehn Jahren euren Beistand habe und dass ihr so viel Geduld habt», sagte Samih Sawiris, Executive Chairman der Andermatt Swiss Alps AG, an der Dialogveranstaltung am Donnerstag in Andermatt – der letzten in diesem Jahr. «Nun möchte ich von euch wissen, was wir besser machen könnten.» Der Investor stellte sich den Fragen aus der Bevölkerung und verkündete zugleich, dass er, sobald für die Orascom ein neuer CEO gefunden sei, vermehrt in Andermatt tätig sein werde. «Ich freue mich darauf, mehr hier zu sein. Ich habe inzwischen auch eine Wohnung und kann nun sagen, dass ich in Andermatt zu Hause bin.»

Personalwohnungen und Sportzentrum
Fragen wurden wenige an den ägyptischen Investor gerichtet. Eine betraf das Sportzentrum, das ursprünglich als Neubau beim Bahnhof geplant war. «Was ist nun damit?», wollte ein Bürger wissen. «Das Hotel 4B wird über ein Schwimmbad, einen Fitnessbereich und einen separaten Eingang verfügen. Diese Lösung ist nicht ganz provisorisch», sagte Samih Sawiris. Es sei aber nach wie vor geplant, in ein paar Jahren, wenn noch mehr Hotels gebaut würden, das eigentlich geplante Sportzentrum beim Bahnhof zu realisieren, versicherte er.
Weiter kam aus der Saalmitte eine Frage in Bezug auf die Unterbringung von Personal. Samih Sawiris erklärte, dass man sich mit diesem Thema befasse. Man sei beispielsweise daran, in Bezug auf das bald frei werdende Betagten- und Seniorenheim Verhandlungen zu führen. Auch der Kauf und die Miete von Wohnungen in Göschenen sei Thema, aber auch im Podium würden demnächst Wohnungen für Personal freigestellt. «Wenn aber das Hotel4B steht, brauchen wir ganz sicher eine konkrete Lösung», betonte Samih Sawiris.

Zwei weitere Häuser 2016
Wohnungen entstehen im Resort immer mehr: So ist das Apartmenthaus Gemse seit Frühling bezugsbereit und der Spatenstich für das Haus Schnee-
falke ist kürzlich erfolgt. Das Haus Biber befindet sich momentan in der Inbetriebnahme – per Ende Jahr ist damit das vierte Apartmenthaus fertig- gestellt. Und schon bald werden noch mehr Häuser gebaut: «Wir planen im im nächsten Jahr, nach der Schneeschmelze, mit dem Bau von zwei wei- teren Apartmenthäusern zu starten – 2017 sollten diese fettiggestellt sein», sagte Franz-Xaver Simmen, CEO der Andermatt Swiss Alps, an der Dialog- veranstaltung. Ebenfalls im nächsten Jahr soll der Anschluss.an den Kreisel gebaut werden. «Bis im Herbst soll diese Kreiselabfahrt fertiggestellt sein», sagte Franz-Xaver Simmen. Weiter sollen auch die Rohbauarbeiten am Hotel 4B und an den Gotthard-Residenzen bis Ende des nächsten Jahres abgeschlossen werden. Ausserdem soll das Podium ausgebaut werden. «Wir wollen das Podium etappenweise in Betrieb nehmen», er- klärte der CEO vor dem zahlreich erschienenen Publikum. Bis Ende Oktober, erklärte Franz-Xaver Simmen weiter, sind 523 Millionen Franken in das Projekt geflossen. «Es ist also enorm viel passiert», betonte er.

Klubhaus ist bald offen
Zwar war der Golfplatz in diesem Jahr noch nicht offiziell eröffnet, dennoch zählte der Pre-Opening-Betrieb auf der 18-Loch-Anlage über 3500 gespielte Runden in diesem Jahr. «Die Feedbacks von den Spielern waren sehr positiv», sagte Franz-Xaver Simmen. Nebst dem Golfplatz war in diesem Jahr auch erstmals die Driving Range in Betrieb. Gerade erst fertiggestellt werden konnte hingegen das Golfklubhaus – dieses soll im kommenden Jahr zusammen mit dem Golfplatz offiziell eröffnet werden. Doch bereits in diesem Winter wird ein Teil des Klubhauses offen sein: Das Hotel The Chedi betreibt das «The Club House» und öffnet dieses am 19. Dezember. «Wir werden ein kleines .Chedi betreiben», sagte Hoteldirektor Jean-Yves Blatt. Das «The Club House» ist vom 19. Dezember bis 3. Januar und 13. bis 28. Februar sowie an den Wochenenden bis Ostern geöffnet.

50 «Chedi»-Residences
Ebenfalls ab Dezember verfügbar sind die 50 neuen «Chedis-Residences sowie ein Meeting- und Eventraum. Jean- Yves Blatt freut sich denn auch auf die bevorstehende Wintersaison: «Die Buchungen laufen bereits sehr gut.» Er rechnet damit, dass das Hotel über Weihnachten und Neujahr ausgebucht sein wird. Und auch fürs neue Jahr seien schon viele Buchungen eingetroffen worden, verriet er. Die vergangenen Monate seien ebenfalls sehr gut gewe- sen, «bis auf den Juni, als die Schöllenenstrasse aufgrund eines Steinschlags gesperrt war». Auch im Oktober und November seien viele Zimmer gebucht worden – an den Wochenenden verzeichnete das Hotel eine Auslastung zwischen 80 und 100 Prozent. In diesem Winter möchte das «Chedi- den Gästen und der Bevölkerung einiges bieten. So wird das Kunststoff-Eisfeld hinter dem Hotel öffentlich zugänglich sein. Neben weiteren geplanten Aktivitäten verkündete der Direktor, dass Spitzenkoch Andre Jäger eine Woche im Hotel The Chedi kochen wird.

Tarifverbund mit Disentis
Die Bergbahnen Disentis AG und die Andermatt-Sedrun Sport AG planen die Einführung eines Tarifverbundes – informierte Silvio Schmid, Direktor der Andermatt- Sedrun Sport AG am Donnerstag. Mit diesem Verbund ist es den Gästen und Einheimischen künftig möglich, mit einem Skipass die Transportanlagen und Pisten zwischen Andermatt, Sedrun und Disentis zu nutzen. Die Einführung des vollumfänglichen Tarifverbundes sei aus technischen Gründen erst ab Winter 2016/17 möglich. Ab kommender Wintersaison offerieren die bei den Bergbahnen aber den Käufern einer Eintages- oder Zweitageskarte umfassende gegenseitige Freizügigkeit.
Weiter informierte Silvio Schmid, dass die Sechsersesselbahn am Gursehen am 8. Dezember feierlich eingeweiht wird. Und er orientierte, dass der Freestyle-Snowpark in Sedrun ausgebaut wird – am Gurschen würden weiterhin einige Hindernisse für Freestyler präpariert. Und schliesslich sagte er, dass man diesen Winter in Bezug auf die Betriebszeiten der Anlagen am Gemsstock flexibler sein wolle. (mr)

Urner Wochenblatt Samstag, 21. November 2015
Martina Tresch-Regli

 

 

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