Der Tourismusdirektor übernimmt das Zepter

Er wird der 55. Prinz Elvelinus sein: Tourismusdirektor Flurin Riedi führt die Andermatter durch die Fasnacht 2016.

Seit eineinhalb Jahren ist Flurin Riedi Tourismusdirektor der Andermatt-Urserntal Tourismus GmbH. Nun darf er in Andermatt ein weiteres Amt über- nehmen: Am 30. Januar wird er zum Prinz Elvelinus LV. geschlagen und das Zepter vom jetzigen Prinzen, Harald Kehrewieder, übernehmen. Die Fas- nachtsgesellschaft wählte ihren neuen Prinzen am vergangenen Mittwoch, 11. November. «Es ist für mich eine grosse Ehre, dass ich dieses Amt übernehmen darf, das ist echt cool», freut sich Flurin Riedi, der vor gut einem Jahr von Altdorf nach Andermatt gezogen ist. In Wassen aufgewachsen, war er früher immer in der Wassner Katzenmusik anzutreffen. «Seit ich in Andermatt lebe, habe ich die Fasnacht wieder neu für mich entdeckt – und zwar, weil das Dorfleben so richtig lebendig ist», sagt der 33-Jährige.

Motto: Maskenball
Das Dorfleben stellt der neue Prinz denn auch an der Fasnacht ins Zentrum: «Das Motto lautet Maskenball. Damit will ich die Fasnacht wieder vermehrt zurück in die Andermatter Beizen und damit in den Dorfkern bringen», sagt Flurin Riedi. Die Gastronomiebetriebe und Lokale wolle er aktiv einbinden. «Es ist wichtig, dass diese Tradition, ja dieses Stück Geschichte weiterlebt», betont er. Mit seiner Mottowahl will Flurin Riedi aber auch noch etwas anderes erreichen: «Der Kreativität der Fasnächtlerinnen und Fasnächtler ist keine Grenze gesetzt. Ich freue mich auf die vielen unterschiedlichen Masken.»

«Zehn intensive Tage»
Nach der Inthronisation Ende Januar stehen dem Prinzen und seiner Gefolgschaft einige anstrengende Tage bevor – in Andermatt gibt es sowohl am Schmutzigen Donnerstag, 4. Februar, als auch am Güdelmontag, 8. Februar, einen Umzug inklusive Kinderball. Ebenfalls nicht fehlen darf der Morgenstreich am 4. Februar. Ihr Ende findet die Fasnacht 2016 in Andermatt schliesslich am Dienstag, 9. Februar, mit dem traditionellen Aus- flennen. «Ich weiss zwar nicht ganz genau, was mich erwartet, doch ich freue mich enorm auf diese Aufgabe. Auf jeden Fall stelle ich mich auf zehn sehr intensive Tage ein», lacht Flurin Riedi.

Martina Tresch-Regli

Urner Wochenblatt, Samstag, 15.11.2015

 

 

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