Sprengung in der Schöllenen ist zu gefährlich

URI ⋅ Der Fels an der Schöllenen, der auf die Strasse zu donnern droht, kann nicht gesprengt werden. Wie lange die Strasse zwischen Göschenen und Andermatt gesperrt bleibt, ist weiter unklar.

«Eine Sprengung an der Schöllenen kommt nicht in Frage». Das erklärten die Verantwortlichen des Bundesamts für Strassen (Astra) am Montagabend an einer Infoveranstaltung in Andermatt. Das Risiko sei zu gross: «Wir wissen nicht, was hinter dem Felsen liegt», sagte Willy Reck, Projektleiter beim Astra.

Bei einer Sprengung könnte eine unvorhersehbar grosse Menge Fels mitgerissen werden. Der Fels soll demnächst fixiert werden. Danach werden die Räumungsarbeiten fortgesetzt. Wie lange die Strasse gesperrt bleibt, ist weiter unklar. «Wir garantieren, dass die Schöllenenstrasse keine Minute länger gesperrt bleibt als nötig», betonte Richard Kocherhans, Chef der Astra-Filiale Zofingen. «Doch die Sicherheit ist oberste Maxime.»

2500 Tonnen Stein respektive 900 Kubikmeter Fels hatten sich am 20. Mai oberhalb der Schöllenenstrasse gelöst und die Lawinengalerie Tanzenbein beschädigt. Die Situation bleibt gefährlich. Denn am Hang lauern weitere 200 Kubikmeter Fels. «Es besteht die Gefahr von weiteren Steinschlägen», sagte Kocherhans. «Und bei Regen wird die Situation massiv schlechter.»

Signalisation kritisiert

Die Anwesenden interessierten sich vor allem auch für Details des Verkehrsmanagements. Polizeikommandant Reto Habermacher signalisiert, man sei bereit, das Regime bei der Autobahn­einfahrt, welches Einheimischen stündlich den Vortritt lässt, zu verbessern. Man werde prüfen, ob es möglich sei, den heutigen Stundentakt zu erhöhen. Ebenfalls soll die Situation auf der Tessiner Seite verbessert werden. Kritik gab es für die Signalisation «Gotthardpass gesperrt». Diese sei aber aus Sicht der Polizei richtig.

Tourismusdirektor Flurin Riedi appellierte, auf die Erreichbarkeit von Andermatt hinzuweisen. Seitens der Tourismusorganisation wolle man nun das Marketing verstärken und zusätzliche Events durchführen. Einer davon trägt den ironischen Arbeitstitel «Stei­schlag-Fäscht».

Video der Absturzstelle:
Experten überfliegen im Auftrag des Astra das Abbruchgebiet, um die Lage einzuschätzen. Das Video zeichnet den Weg des Steinschlags nach: Von der betroffenen Galerie Tanzbein bis hinauf zur Anrissstelle oben in einer Felswand.Beitrag: Neue Urner Zeitung Online, zf/rem

Andermatt Flyer Info

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