Ein Tal drei Dörfer – das Urserntal

Ursern; drei Dörfer ein Tal! Viel hat sich verändert in den vergangenen sieben Jahren im Urserntal. Vieles. Dank den Investitionen Samih Samiris in das entstehende Resort wurde der Rückgang der Wohnbevölkerung gestoppt, wurden viele Gebäude renoviert. Kurz, Andermatt hat an Attraktivität gewonnen.

Zur Erhöhung der Attraktivität unseres Tales trägt auch der neue 18-Loch-Golfplatz bei, von Golfern weltweit gerühmt und von Naturschützern gelobt. Die Skiarena Andermatt-Sedrun tritt aus dem Planungsstadium heraus und wächst langsam zum viel erwarteten Skigebiet heran. Und die Eröffnung des 5 Sterne Hotels „The Chedi“ haben über dreitausend Besucher miterlebt und wohl ebenso viele haben seitdem die Gastlichkeit des Hotels geniessen und die Schönheiten unseres Tales kennenlernen dürfen.

Der Moment ist also da, wo die nächsten Schritte in die Zukunft des Urserntales gemacht werden können. Gemeinsam, mit Weitsicht und Augenmass. Das Wachsen des Resorts und das Entstehen der Skiarena vor Augen, sind die Aufgaben die uns erwarten vorgegeben und wir wollen den einmal eingeschlagenen Weg in die neue wirtschaftliche Zukunft gemeinsam angehen. Drei Bereiche sind nebst anderen herausragend und bedürfen einer nachhaltigen Lösung.  Die Finanzen (inkl. Steuern), die Infrastruktur (inkl. Logistik), die Sozialwirtschaft (inkl. Gesundheit/Pflege).

Finanzen:
Bei den Finanzen steht die steuerliche Situation der Gemeinden unter spezieller Beachtung, wobei der Verödung des Steuersubstrats mit Ansiedelung von neuen Steuerzahlenden und wertschöpfenden Unternehmen Gegenruder gegeben werden kann.

Infrastruktur:
Der Ausbau der Infrastruktur ist entscheidend. Dabei denke man nicht nur an den Ausbau des Strassenzubringers von Norden der bereits in voller Arbeit steht, sondern auch an die verbesserte Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr, insbesondere die Gotthardbergstrecke der SBB. Will man nicht die Fehler anderer Sportorte kopieren und im Stau der Fussgängeransammlungen hängen bleiben um sich dort die Skis um den Kopf hauen zu lassen, ist eine Entflechtung der Verkehrsströme innerhalb des ganzen Tales nicht nur wichtig, sondern geradezu ein einzigartiger „Gäste-Vorteil“. Überhaupt wird der ÖV im Andermatt von morgen eine Schlüsselfunktion einnehmen, denn Gäste, Einwohner und vor allem auch die Mitarbeitenden im Tourismus und Gastgewerbe, werden die MGB nicht nur von Realp und Hospental aus benutzen wollen, sondern auch von Sedrun, dem Goms und dem Andermatt Tourismus zugehörigen Urner Oberland.

Sozialwirtschaft:
Die Sozialwirtschaft, hier insbesondere das Gesundheitswesen ist ohne Zweifel der Brocken, der die Ressourcen belastet. Die offene Frage des Standorts des Betagtenheims, eine kostendeckende ärztliche Versorgung, bedarfsgerechte Wohnformen im Alter und bei Behinderungen sind sicherlich vordringlich. Es ist klar. Das Wohl der Betroffenen steht im Zentrum der Lösungsfindung, Einzel- oder Gruppeninteressen haben hinter diesem Ziel zurück zu stehen. Nicht vergessen werden darf die Jugend. Ein Schulsystem und Lernangebot das die Entwicklung der Einwohnerzahl berücksichtigt ist sicher ebenso wichtig, wenn vielleicht auch nicht so vordringlich.

Ihre Meinung interessiert uns:

Will man diese angesprochenen Bereiche tatsächlich angehen und  ist der  Einbezug der Bevölkerung und der Gemeinden des Urserntals wichtig?
Wenn JA, bedeutet dies, dass die (einvernehmlich) gefundenen und vom Volk beschlossenen Lösungen von der Exekutive ausgeführt werden. Nicht der Businessplan ist allein- entscheidend (z.B. Betagtenheim), ob man etwas tun oder lassen will, sondern der Entscheid der Gemeinschaft führt über den Businessplan zur erfolgreichen Realisation der Projekte.
Ist der Einbezug  aller drei Urschnergemeinden wichtig?
Wenn JA, bietet diese Sichtweise auch in Bezug auf den noch laufenden Wettbewerb um ein nationales Sportzentrum gewichtige Vorteile.
Braucht es eine gemeinsame Sichtweise des ganzen Tales über die brennenden Themen wie Betagtenheim, Gesundheitsversorgung, Bereitstellung von Raum für Mitarbeitende im Tourismus, Landreserven für günstiges Wohnen für die Einwohner , sichere Strassen im Winter usw?
Wenn JA, dann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, die nächsten Schritte in die Zukunft des Urserntales gemeinsam zu erörtern und umzusetzen.

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