Andermatt – Göschenen auf weiteres gesperrt

Verdächtige Felspartie bei Andermatt entdeckt
Bei Felsräumarbeiten in der Schöllenenschlucht zwischen Göschenen und Andermatt wurden Geologen auf eine zerklüftete Stelle aufmerksam – die Rede ist von 100 Kubikmeter Fels. Nun wird die Gefahrenlage geprüft. Die Strasse und die Bahn Andermatt – Göschenen ist gesperrt. Ausweichrouten sind über den Oberalppass oder das Wallis.

Wegen Felssturzgefahr in der Schöllenen ist das Urner Oberland vom Rest des Kantons Uri abgeschlossen. Ob die zerklüftete Felspartie nördlich des Urnerlochs tatsächlich instabil ist, soll sich noch im Verlauf des Tages zeigen.
Die Strasse von Göschenen nach Andermatt UR war in der Nacht auf heute gesperrt worden. Die Strasse wird seit April saniert. Bei Felsräumungsarbeiten wurde eine stark zerklüftete Partie entdeckt, die auf Anraten der Geologen nun genauer untersucht wird.
Steine seien aber keine heruntergefallen, sagte Esther Widmer, Sprecherin des Bundesamtes für Strassen ASTRA, auf Anfrage.

Um herauszufinden, ob der Fels stabil ist, führen die Geologen mehrere kleine Sprengungen durch. Bis heute Nachmittag 14 Uhr sollte klar sein, ob die Strasse gesperrt bleiben muss. Die Geologen gehen davon aus, dass rund 100 Kubikmeter Fels instabil sein könnten.

Bahnersatzbusse fahren nicht
Wegen der Sanierungsarbeiten in der Schöllenenschlucht verkehren zwischen Göschenen und Andermatt keine Züge. Der Strassenunterbruch führte dazu, dass auch die Bahnersatzbusse nicht eingesetzt werden können, wie die Matterhorn-Gotthard-Bahn mitteilte.
Das Urserental mit Andermatt, Hospental und Realp ist deshalb vom Rest des Kantons Uri her nicht erreichbar. Für den Gotthardpass Richtung Tessin gilt noch immer die Wintersperre.
Erreichbar ist das Urserental von Graubünden und vom Wallis her. Die Züge zwischen Andermatt über den Oberalp Richtung Disentis GR und durch den Furkatunnel Richtung Brig VS fahren. Der Oberalppass ist auch für den Strassenverkehr geöffnet. Am Furka zwischen Realp und Oberwald VS können die Autos mit der Bahn befördert werden.

Tagesanzeiger online Freitag 9.05.2014

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