Widerstand regt sich gegen das Vollamt des Gemeindepräsidiums in Andermatt

In Andermatt wird Widerstand gegen das Gemeindepräsidium im Vollamt laut. Zwei anonyme Briefe rufen das Andermatter Stimmvolk dazu auf, Roger Nager nicht wiederzuwählen. Der Gemeinderat wird die Schreiben nun an einer Sitzung besprechen.

Seit drei Jahren ist Roger Nager als vollamtlicher Gemeindepräsident von Andermatt tätig. Am 9. Februar stellt er sich für vier weitere Jahre zur Wiederwahl.

Vollamt nicht vertretbar
Nun wurden zwei anonyme Schreiben in die Andermatter Haushaltungen verteilt. In einem der Briefe schreibt ein «Überparteiliches Komitee», das Vollamt sei nicht
mehr vertretbar. Da die wichtigsten Arbeiten in Zusammenarbeit mit dem Tourismusresort weitgehend abgeschlossen seien, stelle sich die Frage, ob ein vollamtliches Präsidium nun noch vertretbar sei. Das Stimmvolk wird deshalb aufgerufen, Roger Nager keine Stimme zu geben. «Dadurch könnte eine Wiederwahl von Roger Nager verhindert und damit das vollamtliche Gemeindepräsidium für weitere vier Jahre abgelehnt werden.» Ähnliche Worte finden auch «besorgte Steuerbürger von Andermatt» in ihrem Schreiben: Ein vollamtlicher Gemeindepräsident sei «weder nötig noch finanziell tragbar». Es werde deshalb empfohlen, einen anderen Namen statt Roger Nager auf den Stimmzettel zu schreiben.

Sitzung einberufen
Gemeindepräsident Roger Nager wollte auf Anfrage keine Stellung zu den anonymen Schreiben nehmen. Wie Gemeindeschreiber Martin Jörg gegenüber dem «Urner
Wochenblatt» erklärt, werde der Gemeinderat an einer Sitzung entscheiden, ob und wie man auf die anonymen Schreiben reagiere. Sollte Roger Nager das absolute Mehr bei der Wahl vom 9. Februar nicht erreichen, entscheidet gemäss Gemeindeordnung bei einem zweiten Wahlgang das relative Mehr. Martin Jörg hält weiter fest, dass der Beschäftigungsgrad des Gemeindepräsidiums in der Kompetenz des Gemeinderats liege. Die Grundlagen hierzu liefere die Gemeindeordnung. «Bereits an der offenen Dorfgemeinde vom 24. Oktober des vergangenen Jahres wurde eingehend darüber informiert», so Martin Jörg weiter.
Carmen Epp

Urner Wochenblatt online Dienstag, 28. Januar 2014

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